irgendwat is immer

Jetz isse draußen und muss sich der Welt stellen. Ein feiner Moment, natürlich Anlass zum Feiern!

Das machen wir heute ausgiebig im BKA Theater. Knackevoll wirds werden, soviel weiß ich schon.

Ein paar Worte zur neuen Platte. Lofi Emulator, mein langjährigster Musikerkollege hat die Scheibe produziert. 4 Monate lang hat er sich eingeschlossen in unser kleines Studio, hat fleißig geschraubt und gebastelt, komponiert und gegroovt und die verrücktesten alten Geräte angeschafft, auf der Suche nach Sound.

Am Anfang war der Beat: Sascha Bachi Bachman alias Renzo Staccato hat mit Lofi viele Nächte gearbeitet und gemeinsam haben Sie den Drumsound gefunden: Saschas Hayman Drumset aus den 60′ern hat sich dann auch optimal von den ebenso betagten Mikrofonen und dem uralten Analogmischpult abnehmen lassen - und den beiden selige Momente verschafft.

Ich bin dann zum Mäkeln vorbeigekommen, habe neue Tempi gefordert, ein paar Demospuren eingeträllert und dann schnell zur Arbeit.

Eine Besonderheit aus dieser ersten Phase ist der Song Verschwundene Freunde: den hat Sascha eingetrommelt auf einen Zuruf von Lofi: “Spiel mir mal n Song ein! Irgendwat, wat dir einfällt!” Und schwups war die Drumspur für das Lied fertig. Als ich am nächsten Tag ins Studio kam, saß ein glücklicher und übernächtigter Lofi, nebst Bassmann Mäd Mädunski auf der Couch und hörte sich grinsend das neue Lied an:

“Song is fertig, Mahoni: Ab in Deine Kabine! Einsingen!”

Ich hab mir dann erstmal n bisschen Zeit gelassen und noch n Text geschrieben. Und zwar alleine in ner Kneipe mit Sehsucht nach Gesellschaft. Deswegen: Verschwundene Freunde.

Isabella, einer meiner Lieblingssongs ist entstanden in einer langen Session nach der Probe: Pierre Robert, Mäd Mädunski, Benno aus Brandenburg und ick. Sitzen wa so da und auf einmal wächst der Song und macht und tut. Lofi hat sich das dann angehört, hat monatelang dran rumgemeckert und schließlich war er soweit zufrieden, dass er auch mal bereit war, ein Mikrofon für uns aufzustellen.

Liebe. Hab ich mal allein auf meiner Galotta gemacht, später auch mit Pierre am Klavier. Den Song hat Lofi noch mal neu erfunden.

Freundschaft. Is auch son altes Ding. Aber jetzt mit Pauke. Und Cello. Und Geige.

Die beiden Streichinstrumente wurden uns von Franziska Kraft und Peggy Maschke eingespielt. Die Damen sind ein dufte Team, man könnte sie glatt für Schwestern halten. Jedenfalls hatte Lofi immer mal einen Grund, den unglaublichen Schlamassel im Studio zu beseitigen, wenn sich ein solcher streichzarter Damenbesuch ankündigte.

Frühling. Ein Song aus einem alten Blog meinerseits. Musste rauf. Is ja jetz auch Frühling.

Spanish Puta. Eine Hommage an ganz alte Zeiten. the Marvellers!

Winter. Dieser groove hat uns nicht mehr losgelassen. Winter im Herzen nach einer Nacht bei einer Partybekanntschaft. Dazu der Müll im Wind. Und ick gloob ick bin im Traum.

Dann haben Lofi und Sascha unseren Rod Steward Song gemacht. “Schmaltz” war der Arbeitstitel. Siriusmo, der sein Studio nebenan hat, wühlte dazu in einem Stapel meiner Texte, zog einen daraus hervor, summte ein bisschen mit und verpflichtete mich dann im Namen der Freundschaft das Ding sofort drauf einzusingen. So isses dann gekommen: Nach Hause - heißt das Lied. Und wunderbarer Weise konnte ich die wunderbare Dana Dumann zu ein paar zweiten Stimmchen überreden.

Ick hab frei. Ick nu wieder. Komm mit nem Song an: drei Akkorde, alle verdrehen die Augen, aber es muss sein: Wozu bitteschön hat man die Herren Musiker versammelt: Macht was draus! Mir egal, wieviel Akkorde! Abgehen sollet! Und die Geige will ick hören!

Mond. Geheimnisvoll. So solls auch bleiben.

Marktplatz war eine Riesensession. Wir wussten erst selbst nich, ob man das bringen kann. Die Radios sagen jedenfalls: Kannste nich bringen. Mal sehn, ob wer den Schneid hat. …Ick erschieß dich uffn Parkplatz! (Sind doch nur worte, baby!)

Überäugen. Siriusmo am Kindersynthi bei mir zu Hause. Ein unglaublicher Spaß. Jetzt auf der Platte. Endlich.

Jungs vorm Laden. Karibische Klänge zum traurigen Suffithema. Lange schon ein Traum von Lofi und mir, das umzusetzen. Sascha hat den Beat dazu gefunden und hats möglich gemacht.

Tanz mit mir. Eine Aufforderung. Wenn man immer der Erste ist, der tanzen will, kennt man das Gefühl. Pierre kennt das auch. Wir beide. Er die Melodie, ick den Text und später wollten alle anderen auch noch mitmachen. So kommts denn auch.

Zu Ende. Das letzte Lied das wir aufgenommen haben. Traurig waren wir, dass es nun vorbei war. Ein Abgesang auf alle Verflossenen im Speziellen und Allgemeinen und: wer ganz genau auf den Text achtet, dem geht vielleicht ein Licht auf.

Als alle Spuren soweit waren, sind wir rüber ins Studio zu Huggy Driver, ich hab dort noch viel gesungen und gefeilt, der Driver hat gemixt und gemastert. Der Herr Stöwe hat sich auf die Songs gestürzt und dann das Cover gebastelt. Erscheint bei roofmusic. Danke an alle!

Und.

Und. Und jetzt is endlich Party…

6 Kommentare zu „irgendwat is immer“

  1. nils sagt:

    Gerade runtergeladen! Danke! Ich freu mich so :-)

  2. nils sagt:

    äh … bei musicload runtergeladen …

  3. emzo sagt:

    Ick freu mer!

  4. irgendwat is bei Toni Mahoni immer bei pl0g.de sagt:

    [...] Blogpost zum Erscheinen der neuen Platte erfährt man mehr über dessen Entstehung und die einzelnen Songs darauf. Ein ganz besonderes [...]

  5. Tierpark-Ede sagt:

    Jutet Ding, janz großet Kino! Iss gerade die Nummer eins uff meen MP3-Player.
    Großartije Scheibe, erlee! Glückwunsch Toni!

    hau rin

  6. Thomas sagt:

    Super Platte Toni! Heavy Rotation bei mir derzeit. Marktplatz ist jetzt schon der Hit des Jahres. Ick erschieß dich uffm Parkplatz baby!

    Rinjehaun

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