Allet is eins noch mehr

Zur Platte allet is eins von 2008
Weil Lofi so jerne allet janz jenau haben will und weil es ja auch nicht verkehrt ist. Mehr Infos zu allet is eins! Zunächst: Alle sollen wissen, wer welches Instrument in welchem Lied spielen musste:

Ketten: Lofi anna Gitarre, Mad Madunsky ist der Kontrabassist, Pierre am Klavier.

Beziehung: Lofi anna Gitarre, Drums macht Sascha Bachmann, Kontrabass spielt Madunsky, Piano wie immer olle Pierre.

Kaffee: Lofi übernahm das Gitarrenspiel, Drums unser Alex an der Haas aus Wien! Kontrabass: der Sepp Singwald, Piano wie gewohnt Pierre.

Osche: Rimsky Cousinsky, meen Cousin an den Gitarren, Kontrabass spielt der jute Madunsky,

Pierre madunsky Sascha Bachmann Lofi macht ooch mal Pause mit Sohnemann Sepp Singwald Fritzi Huggy Driver, der Mann im Hintergrund Ick, wie ick allet noch mal überdenke vertragsabschluss mit Studioboss Driver Alex an der Haas, da ganz vorn im roten Gewand unser Produzent Driver entspannt sich auf seiner Yacht Pierre in Hamburg nachm Konzert

Methanol: Pierre, der Pianomann, Madunsky streicht die Bässe, Lofi und seine rote E-Gitarre

Fleisch: Pierre, ist das Piano, Lofi ist die Gitarre, Sepp Singwald ist ein Bass. Und meine Damen! Fritzi ist ein Streichquartett!

Brandenburg: Diesmal spielt Pierre Klavier und Lofi die Gitarre. Dafür Sepp Singwald mal den Kontrabass. Und fideln tut wieder die Fritzi mit ihrer Violine. Ist ein Erbstück.

Taube: Pierre beflügelt…

Kapitän: Uffjenommen in Lofis Wohnzimmer. Dementsprechend spielt er alle Instrumente. So issa.

Zigarette: Sascha Bachmann trommelt. Lofi zupft und schrammelt. Pierre klimpert. Madunsky brummt.

Armut: Elektrogitarre! Natürlich Lofi. Pierre am Klavier, Sascha Bachmann streichelt die Drums, Lofi auch am E-Bass hier. Auch Armut wurde zunächst in trauer Wohnzimmeratmo bei Lofi aufgenommen, dann im Studio bei Herrn Driver verfeinert.

Immer: Madunsky nahm den Bogen für den Bass zur Hand, Lofi Gitarre, Pierre Piano.

Sonne: Stammbesetzung: Pierre Klavier, Lofi Gitarre, Madunsky Bass. Huggy Driver kitztelt die Hi-hat.

Radler: In unserm Proberaumstudio uffjenommen. Lofi am Schlagzeug! Am Schlagzeug! Vastehste? Lofi is sehr stolz. Ansonsten spielt er auch E-Bass, Gitarre und E-Piano! Aber wer klimpert mit den Flaschen? Ick! Und die Vögel sind ooch meene!

S-Bahn: Sepp Singwald spielt seinen Kontrabass, Pierre Piano, Lofi Gitarre, Ick mach mich ans Metallophon.

Allet is eins: Jetzt pass uff: Ick, Mahoni, spiele Gitarre! Huggy Driver shakert.
Ach und jesungen hab immer ick.

 Wat man noch erzählen könnte:

Die meisten Songs sind entstanden mit Pierre zusammen an seinem kleenen Plastikklavier mit schlimmen Sound. Ich hatte Gedichte mitgebracht, zu denen ich oft auch schon Melodien hatte und mit viel Kaffee und Spaß, machten wir daraus einfache Stücke. Später wurde auch Lofis Wohnzimmer zur Songschmiede, Kapitän und Radler haben so das Licht erblickt. Osche hat mein Cousin nach einem Wochenende mit mir an der Ostsee geschrieben, Sonne ist ebenfalls zusammen mit ihm in Mad Madunskys Küche jeborn worden. Dir erste “Allet is eins” enthält ja auch diese Sammlung, 500 Stück hatte ich damals zusammen mit Spreeblick jemacht. Dit war schon ok, dit Ding. Aber nachdem wir die Songs n paarmal life gespielt hatten, merke ich, wie viel man eigentlich noch rausholen konnte. Die erste Platte erschien mir teilweise unfertig, zu grob und naja, der Sound war nich gerade zum Umfallen. Dann kam ooch noch die große, mächtige Plattenindustrie und wollte mehr! Also haben wir denen ein Bugdet rausgeleiert und uns nochmal mit Zeit und Würde ins gute alte Jan Huggy Driver Studio gesetzt.
Gleich am ersten Tag habe ich dann den Kontrabass zerstört, der Steg brach ab und das arme Instrument musste ins Basskrankenhaus. Nach drei Tagen konnten wir erst weitermachen. Die Jungs kamen abwechseln zwischen ihren Schichten in Studio, Pierre hatte es am gemütlichsten, er wohnte gleich gegenüber. Das Einspielen lief ausgezeichnet, die Lieder waren gut geprobt und Driver ließ sein Gespür für Feinheiten sehen, es war herrlich. Wenn ein Song von den Jungs komplett eingespielt war, kam ich dran mit Singen, ich hatte verschiedene Mikrofone zur Auswahl, meist nahm ich ein riesiges, altes russisches Teil, mit dem man extrem vorsichtig umgehen musste, eine winzige Metallfolie flatterte verletzlich in seinem Innern. Zum Lied Methanol habe ich mir früh um 11 eine Flasche Portwein eingeholfen, um eine schöne Stimme zu haben. Der Tag war danach gelaufen aber die Aufnahmen sind herzerweichend geworden. Ich kanns aber nicht weiterempfehlen, solang es sich nicht um Sauflieder handelt.
Dann kam der schlimme Tag, an dem Madunsky sich mit einem riesigen Messer beim Schinkenschneiden seine Zeigefingersehne durchtrennte. Ich hätte heulen können und er auch. An Bassspielen war nicht mehr zu denken, der Finger musste für Monate in die Reha. Wir schickten Madunsky nach Rumänien zum Ausruhen und durchwühlten unsere Köpfe nach Kontrabassisten. Das ist nicht einfach. Zwischendurch trommelte Bachi, die alte Seeche, Sascha Bachmann, auch bekannt als Renzo Staccato auf drei Songs ein. Das waren frische Tage, der alte Profi macht den ganzen Tag nichts als Trommeln, außer montags, da plant er seine Woche. Da kann er nich. Uns fiel dann Sepp Singwald ein, er, wie auch Sascha hatten früher bei den Marvellers gespielt, irgendwie war es rund und schön, die alten Freunde zu dem Projekt ran zu holen. Sepp hatte auch tatsächlich viel Zeit mit dem Kontrabass verbracht, das konnte sich hören lassen. Also ließen wir ihn auf die vier letzten Songs los. Plötzlich war dann auch Fritzi da und fidelte lustig auf ihrer Geige. Das war toll und ich wollte sie unbedingt für zwei Songs haben. Die Frau war großartig, Brandenburg klingt jetzt irgendwie nach Sanssouci. Als alles fertig war fehlte mir auf Kaffee noch was und als dann Alex an der Haas für ein paar Tage seine alte Heimat Berlin besuchte, wurde mir auch klar was ich noch vermisste. Einen knackigen Beat. Und so hat sich auch der andere Marvellers Drumer noch auf “Allet is eins” verewigen können. Anschließend gab es schlimm viel zu Trinken. Auf der Platte habe ich dann vergessen ihn zu erwähnen. Ich habs vergessen. Vielleicht war ich zu betrunken, der Tag war wie weggewischt, ich werde ewig ein schlechtes Gewissen haben. Also: Danke Alex! Ich machs wieder gut irgendwie! Eines Tages…